Nachwuchswissenschaftlerpreises 2013 der Deutschen Flüssigkristallgesellschaft


m urbanski Das Dotieren nematischer Flüssigkristalle mit organisch funktionalisierten Nanopartikeln stellt eine vielversprechende Möglichkeit dar, Dispersionen mit ungewöhnlichen physikalischen Eigenschaften zu erhalten. Die genauen Wechselwirkungsmechanismen zwischen Nanopartikel, organischer Ligandenhülle und Flüssigkristall sind jedoch noch weitesgehend unbekannt. Die im Rahmen meiner Dissertation durchgeführten Arbeiten untersuchen diese und liefern somit einen wichtigen Beitrag zum Verständnis stabiler Nanopartikeldispersionen sowie über den Einfluss von Nanopartikeln auf die physikalischen Eigenschaften der Gastphase.
Martin Urbanski
s doelle

Das Thema meiner Doktorarbeit befasst sich mit der Dynamik flüssiger Tropfen auf Membranen, d.h. nanometerdünnen, quasi zweidimensionalen flüssigen Filmen. Eine interessante Fragestellung ist dabei die Dynamik des Aufpralls von Pikoliter-Tröpfchen auf freistehenden smektischen Filmen.
Diese umfaßt das Tunneln solcher Tropfen durch Filme, verbunden mit einer Einkapselung des Tropfens in einer smektischen Schale, die Reflexion solcher Tropfen am Film sowie deren Einlagerung im Film. Die Selektion dieser Phänomene erfolgt durch die gewählte Tropfengeschwindigkeit und -größe. Alle drei Prozesse können bei hochauflösenden Drucktechniken, Mikrodosierungen oder Strukturierungen von Tropfen Bedeutung erlangen.
Für die Beobachtung dieser Prozesse haben wir eine spezielle Geometrie entwickelt. Es wird nicht nur eine gute örtlich Auflösung sondern auch eine hohe zeitliche Auflösung im Mikrosekundenbereich benötigt. Wenn Tröpfchen im Film eingelagert werden, lassen sich aus der Formanalyse Grenzflächenspannungen bestimmen.

Sarah Dölle
p staffeld

Das Thema meiner Doktorarbeit befasst sich mit dem Einfluss des Mesogendesigns auf Struktur und Ladungstransport in kolumnaren Flüssigkristallphasen diskotischer Kronenetherderivate mit zwei aromatischen Kernen. Die molekulare Flexibilität und Geometrie lassen sich über den zentralen Kronenether steuern, die Länge der Seitenketten und die mögliche Koordination von Ionen bieten weitere Variationsmöglichkeiten. All diese Parameter können systematisch variiert werden, ohne die für den Ladungstransport verantwortlichen π-Systeme direkt zu verändern. Ein zentrales Ergebnis der Arbeit zeigt, dass eine symmetrische Verbrückung der beiden Aromaten durch eine möglichst kleine Kronenethereinheit den Ladungstransport stark verbessert, die Phasenstabilität ist dagegen bei niedersymmetrischer Verbrückung am höchsten.

Peter Staffeld